
Tracklist:
01. Beware Your Only Friend
02. You Can’t Hurt Me Now
03. My Life’s Work
04. Death Final
05. Heart’s Army
06. You Don’t Love Me
07. You Are Lost
08. I Won’t Ask Again
09. I Don’t Belong To Anyone
10. There Is Something I Have To Say
11. I Am Goodbye
12. Without Work, You Have Nothing
13. Afraid Ain’t Me
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Das Urgestein der Folk-Szene bringt erneut Nachschub auf den Markt. Obwohl erst letztes Jahr im Mai ein Studioalbum (Lie Down In The Light) und im Oktober ein Live-Mitschnitt (Is It The Sea?) erschienen sind, stehen wieder 13 neue Titel bereit.
Will Oldham bleibt dabei seinen vorherigen Releases treu und präsentiert recht korpulenten, viel-instrumentierten Country Folk-Rock/Pop, der auch nicht davor zurückschreckt, hier und da starken Gebrauch von Background-Chören zu machen. Irgendwie spürt man, dass Oldham dem Soul nachhängt an diesen Stellen.
Geschwindigkeitsmäßig agiert das Album in allen Lagen: Mal eher langsam und zurückgenommen (I Won’t Ask Again), mal eher etwas schneller unterwegs (I Am Goodbye), aber immer um einen guten Mittelpunkt getragener Bedächtigkeit, so dass nie das Gefühl von Hektik aufkommt. Bonnie ‘Prince’ Billy bleibt ganz gechillt die Scheibe über.
Wer nach traditionellen Folk sucht und eventuell davon ausgeht, dass Oldham so klingt, wie er einmal zu Palace-Zeiten geklungen hat, der wird enttäuscht werden. Die Arrangements sprengen den Rahmen fast in jedem Lied, alles klingt ausgedehnter und geladen.
Schön ist in diesem Zusammenhang, dass niemals das Gefühl der Langeweile aufkommt, wenn man etwa den Country-Einflüssen lauscht, die sich fast überall finden lassen, oder wenn man einfach in den schönen Texten ein wenig schwelgt und sich darin verliert – oder wenn man sich wundert, wie der Prince es schafft, bei all dieser Opulenz immer noch so folkig und echt zu klingen. Eben ein echter Oldham.

Zum Schluss sei es jedoch nocheinmal erwähnt: wer mit den falschen Erwartungen an Beware herangeht, kann schnell enttäuscht werden. Oldham bietet (fast) keinen schnörkellosen, kargen Folk (eine Ausnahme könnte There Is Something I Have To Say darstellen), bei ihm regieren ausfüllende Kompositionen aus Streichern, Bläsern, Chören, Schlagzeug und Gitarren. Perlen angefolkten Pops/Rocks im Mid-Tempo-Bereich, die nie in den Kitsch abrutschen (kleine Ausnahmen: Without Work, You Have Nothing und Afraid Ain’t Me (klingt wie eine Mischung aus City, späten Thievery Corporation und Sufjan Stevens)). Alles in Allem aber ein sehr schmackhaftes musikalisches Mahl, dass gekonnt präsentiert und serviert wurde.
~orangeonions
Bonnie ‘Prince’ Billy – I Am Goodbye (geniales Video):
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Tracklist:
01. All You See
02. No Occasion
03. Firstborn
04. Vessels
05. James Blues
06. Steel On Steel
07. Labourless Land
08. Barter Blues
09. New Imperial Grand Blues
10. Master’s House
11. Someone, With Child
12. Above All Men
13. Vacilando Territory
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Wenn man mich fragen würde, wer zur Zeit der Über-Folker ist, oder weniger enthusiastisch ausgedrückt, wer den besten und mitreisendsten Folk macht, dann könnte die Antwort nur J. Tillman lauten. Der eine oder andere kennt den mit bürgerlichen Namen Joshua heißenden Drummer der Fleet Foxes bestimmt schon. Und dass der nicht nur Pelze zermürben kann, sondern auch an der Gitarre und im Singer/Songwriter-Bereich Talent besitzt, beweißt u.a. sein neues Album, dass im Januar diesen Jahres die Beleuchtung der CD-Regale erblickte.

Der Hörer, welcher schon beim Vorgänger Cancer and Delirium mit Gefallen reingehört hat, kann auch dieses Release ohne Bedenken überkonsumieren – für alle anderen, hier noch ein paar Zeilen mehr.
J. Tillmans Musik ist geprägt von Langsamkeit und einer fast hypnotisierenden Stimme, die zu rauhen Gitarrenklängen eine meist nicht gerade fröhliche Geschichte ersingt. War es auf den Vorgänder-Alben I Will Return (2004), Long May You Run, J. Tillman (2005), Minor Works (2006) und dem genannten Cancer and Delirium (2007) noch eine etwas spartanischere Gangart bei der Instrumentalisierung, so schlägt Vacilando Territory Blues in eine breitere Kerbe: Piano- und Drum-Begleitung, harte E-Gitarrenriffs und Streicher unterstützen die Lieder an mancherlei Stelle, brechen aus, aus dem gewohnten ruhigen Singer/Songwriter Milieu und münden hier und da sogar in Rock- und Blues-Passagen (Steel On Steel, New Imperial Grand Blues).

Dies ist jedoch kein Grund, beunruhigt zu sein, der traditionellen Kost wurde nämlich auch Rechnung getragen und es befinden sich neben den aufgewühlteren Liedern auch schlichtere, „traditionellere“ Folk-Songs auf dem Release.

Sam Beam (Iron and Wine)
Wie die Entwicklung weitergehen wird, lässt sich noch nicht sagen. Was aber beobachtbar ist, ist das, was ich oft als Iron and Wine-Phänomen bezeichne. Denn Auch Sam Beam legte am Anfang reine, von Akustikgitarre und Gesang getragenen Folk-Alben vor (The Creek Drank The Cradle (2002) und Our Endless Numbered Days (2004)) bis auf The Shepherd’s Dog (2007) dann die Wende zur Multi-Instrumentalisierung Manifest wurde.
Zwar ist die Schlagrichtung bei J. Tillman nicht mit der von Iron and Wine vergleichbar, doch sind Tendenzen zu erkennen, dass in Zukunft nicht mehr mit solch konsequenten Folk-Alben wie Cancer and Delirium zu rechnen ist. Wie aber oben schon erwähnt, braucht kein Fan ängstlich in die Zukunft zu blicken, denn wenn J. Tillman den Standard so hoch halten kann, wie auf Vacilando Territory Blues, dann wird sich auch in kommenden Zeiten nichts daran ändern, dass Joshua Tillman neben solch Namen wie Mark Kozelek, Will Oldham und Jason Molina völlig zu Recht auftaucht.
~orangeonions
J. Tillman – Firstborn
J. Tillman – Above All Men (Audio Only)
Links:

Tracklist:
1.You Remind me of Home (Gibbard)
2. Carolina (Gibbard)
3. Farmer Chords (Gibbard)
4. Choir Vandals (Kenny, performed by Gibbard)
5. Hometown Fantasy (Kenny)
6. Secrets of the Heart (Kenny)
7. Churchmouse in the Churchhouse (Kenny)
8. Line of Best Fit (Gibbard, performed by Kenny)
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Die Ben Gibbard and Andrew Kenny – Home EP,
wurde ursprünglich, Anfang 2003, als „Home EP Vol V“ auf dem US-amerikanischen Post-Parlo Label veröffentlicht und 2005, zum Glück für den deutschen Markt, von dem Berliner Morr-Music Label (Eigentlich eher für Electronica der intelligenten Art bekannt) als Lizensierung veröffentlicht.
Die Idee der „Home“-Serie ist ebenso simpel wie gut: Zwei Künstler stellen jeweils drei exklusive Songs und eine Cover-Version des jeweils anderen Künstlers zur Verfügung. Für die fünfe EP der Serie, die in den USA ursprünglich nur in einem Abonnement erhältlich war, konnten Ben Gibbard (Death Cab For Cutie/ The Postal Sevice) und Andrew Kenny (American Analog Set) gewonnen werden.
Mit dieser EP beweisen beide, dass man nur mit Akustikgitarre und Stimme, nach bester Singer/Songwriter Manier, sehr einfühlsamme, aber nicht zwangsläufig kitschige, Songs zum Thema Heimat und „Home“ schreiben kann.
Auch die Orte der Aufnahme unterstreichen das „Home“ Thema, denn Beide nahmen ihre Songs mit Vierspurgeräten in den Wohnzimmern ihrer Appartments in Seattlle und New York auf und diese wohlige und „heimelige“ Stimmung hört man der „Home EP“ auch an.
Andrew Kenny covert für die EP den Dcfc Song
Line Of Best Fit:
Benjamin Gibbard – Carolina (vllt. der schönste Song auf der EP):
last.fm (Benjamin Gibbard & Andrew Kenny)
last.fm & Myspace (Benjamin Gibbard)
last.fm & Myspace (Andrew Kenny)
Morr Music (Labelpage)
Post-Parlo (Labelpage)
Gespeichert unter: Singer/songwriter, alt-country, americana, folk | Schlagworte: News

Soeben erreichte mich eine Nachricht von Ryan Fuller, dass es nun endlich konkretere Angaben für die VÖ gibt!
Hier die Nachricht:
I can safely say…
There will be a Fort King album out before May.
Thank you for your patience (and insistence).Cheers from Los Angeles!
Ryan

In Her Gentle Jaws
Shoegaze und 8bit?
Klingt scheiße, hört sich aber gut an!
Was The Deprecation Guild da mit In Her Gentle Jaws abgeliefert haben ist ein Hybrid der ganz besonderen Sorte. Man ist ja mittlerweile einiges gewohnt, die Killers versuchten mit ihrem neuen Album und einer Mischung aus Bombast-Rock und Trance die Charts zustürmen und produzierten glatten Müll, der zwar in den Charts Erfolge feierte, aber wohl jeden bewussten Hörer die ganze Scheiße nach den ersten Tackten aus dem Fenster werfen ließ. Was solls, sollen halt die Indie-diskos mit dem Schrott ihr Publikum verwöhnen.
Für alle anderen, die nach dem Crystle Castle Krach nach etwas melodischerem suchen gibts ja In Her Gentle Jaws,
das es ganz neben bei noch kostenfrei gibt. [Hier] (unter album)

Es ist das erste Mal seit langem das eine Symbiose aus Electronic und Indie-Rock wirklich gelungen ist. Und ganz neben bei bedienen sich The Deprecation Guild auch noch bei zwei extremen wie Shoegaze und 8bit, nur um knisternde Chiptune Teppiche über wunderschöne Dream-pop Melodien zu verlegen.
Die Beats stampfen, mal gleichförmig, mal vollkommen unkoordiniert. Die Melodien sind mal zuckersüß, mal ist es schwer sie überhaubt aus dem Klangteppich herraustzuhören. Die Stimme ist durchgehend seicht einschmeichelnd und die Atmosphäre bekommt 8 Punkte auf der Dream-Pop/Shoegaze Skala!
Dazu möchte man tanzen … und auf die Schuhe starren!
Nautilus:
Digital Solace:
MP3:
(Alle Songs zum einzelnen Anhören auch dort)
Links:







