
Trackliste:
01. Osceola
02. Hangin’ On
03. House Finch
04. To The Moon
05. Tanabata
06. Antique Dreams
07. Ricky’s Lament
08. Noda*Rama
09. Black Palms
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Die Wartezeit ist vorbei! Mittlerweile sind ja immerhin schon 3 Einträge zu Fort King hier auf dem Block erschienen, die alle Eines gemeinsam hatten: Das jetzt vorliegende Album war noch unveröffentlicht und immer wieder verschoben worden.
Am 24. April diesen Jahres war es soweit und das schottische Label Autumn Ferment Records präsentierte seinen neuen Schützling mit seinem Debüt Naked Shadows, das jedem, der schon Gefallen an den Demos hatte, auch gefallen wird.
Fort King spielt Folk – ohne viel Wenn und Aber. Die Akustik-Gitarre und die Stimme dominieren das Geschehen, werden aber auch von Piano, Chello, Bass, Drums und diversen anderen Instrumenten unterstützt. Dies rundet das Gesamtbild noch zusätzlich ab und verstärkt in den meisten Fällen das sehr gefühlvolle Organ Ryan Fullers. „In den meisten Fällen“ soll bedeuten, dass man sich ein Lied auf der Scheibe erst zurechthören muss; die Rede ist von Hangin’ On. Der Track will einfach nicht so recht ins Gesamtbild passen, wenn man die CD das erste Mal hört. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich der blues-ige Charakter, der sich deutlich vom Rest unterscheidet, irgendwann im Gehörgang einbrennt.

Ryan Fuller
Im Vergleich zum unoffiziellen Demo hat sich einiges getan. Alle Lieder wurden noch einmal neu abgemischt und haben einen wesentlich volleren Klang, der etwas folk-untypisch ohne Ecken und Kanten daherkommt. Die Lieder glänzen quasi, als wären sie frisch mit Speck poliert worden. Im Endeffekt passt der Sound jedoch ganz gut zum Gesamtbild.
Hier und dort wurden ein paar Veränderungen an den ursprünglichen Liedern vorgenommen, es wurden weitere Instrumente eingespielt und, nicht zu vergessen: es sind neue Lieder auf das Album gekommen – drei Stück an der Zahl. Dies mag jetzt recht wenig klingen und man kann das Gefühl haben, dass es im Gegensatz zum Demo etwas spärlich ausgefallen ist, jedoch darf man nicht vergessen, dass Fort King noch kein offizielles Release hatte und Ryan Fuller eigentlich erst jetzt richtig in der Folk-Szene mitmischt.
Die drei neuen Stücke, abgesehen vom oben erwähnten Hangin’ On, sind im gleichen Stil gehalten, wie diejenigen vom Demo und passen demzufolge bestens dazu. Tanabata kommt sogar gänzlich ohne Gesang daher, was aber keineswegs negativ auffällt. Dafür überzeugt es durch wunderbaren Chello-Einsatz und eine wundervolle Atmosphäre, die den Charakter des ganzen Albums gut einfängt.
Ich verwette meinen Affen, dass man in Zukunft noch Großes von diesem Mann hören wird und freue mich schon jetzt auf eine nächste Veröffentlichung!
~orangeonions
Links:

City Center - tba.
01. Killer Whale
02. Open/House
03. Life Was A Problem
04. Gladest
05. Bleed Blood
06. Cloud Center
07. You Are A Force
08. Summer School
09. Young Diamond
10. Unfinished Hex
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Ein Gruß vom Rand des Mariannengrabens. Fred Thomas alias City Center kreierte auf seinem Erstlingswerk die Begleitmusik für eine Tauchfahrt, 20.000 Meilen unter der Meeresoberfläche. In einer druckfesten Kapsel durchreist man gemeinsam mit Steuermann Thomas die mondähnliche Landschaft, auf der sich das schwache Licht einzelner Sonnenstrahlen bricht. Ab und zu huschen sonderbare Wesen durch die Schneinweferkegel des Tauchboots. Bei Killer Whale, dem Aufmacher des Albums, sogar ein besonders großes Exemplar: Aus der endlosen Weite des Meeres schiebt sich der gigantische Körper eines Wals, langsam und bedrohlich auf die Kapsel zu. Und durchwalzt dabei, in schweren, gleichmäßigen Bewegungen, die dunklen und allgegenwärtigen Wassermassen.

Der intensive Ersteindrucks bleibt bis zum Ende des Tauchgangs erhalten. Der Klang bildet die Kulisse, die, je weiter man hervordringt, immer endloser und tiefer zu werden scheint. Die Melodien sind der Sauerstoff, der notwendig ist, um weiter vorankommen und nicht wieder auftauchen zu müssen.
Thomas, der derzeit in Brooklyn lebt und vorher bei Saturday looks good to Me spielte, gesellt sich mit seinem Projekt City Center musikalisch zu den Tiefseeforschern von High Places, Delay Trees, Jamie Long und Beach House. Am 26. Mai erscheint das Album in Amerika. Fraglich, ob es das großartige Werk über den weiten Ozean schafft, in dessen Schoß es geboren worden ist. kostja
links:
Gespeichert unter: 8bit, breakcore, elektronik, lo-fi, noise, psychedelic | Schlagworte: Review

Trackliste:
1. In Aisles
2. Civilizing People
3. No Money Down, Low Monthly Payments
4. Chlid Protective Services Theme Song
5. Charging Swarm Of Mouseketeers
6. Everything Must Go
7. Death Parade feat. Kevin Shields
8. Action Winter Journey
9. Streches Linen Over Contorted Bodies
10. Eulogy for Nick Galvas
11. Probably End Up Dead In Ditch Somewhere
12. Plumes Of ATM Sinew
13. Vengeance In Cloudland
14. Sprawling Idiot Effigy
15. In Keyed Fantasy
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Neros Day At Disneyland – From Rotten Fantasylands
Das Disney Castle steht in Flammen! Donald Duck und Mini Mouse liegen mit eingeschlagenen Köpfen in der Toy Story Midway Mania! Die kleinen beweglichen Puppen haben ein dämonisches Grinsen im Gesicht und drehen sich in einem atemberaubendem Tempo um die eigene Achse. Die Parade scheint schon seit Tagen nicht mehr vorwärts zukommen, ja sich wohl schon seit ewigen Zeiten in einer Endlosschleife zu befinden. Nun herrschen die dunkelen Mächte im Kinderparadies. Nero, der herrschsüchtige Kaiser Roms, hat sich des Disney Imperiums bemächtigt und versucht nun, so wie er einst halb Rom niederbrennen ließ, jede positive Kindheitserinnerung aus dem Hörer, in einer Orgie der Gewalt, heraus zu prügeln.
Gerade wenn man denkt, die Scenerie hätte sich beruhigt, sieht man Mikey auf den Spacemountain : Mission 2 gebunden, wie er verzweifelt versucht sich aus der Umklammerung von pinker Zuckerwatte und Coca Cola-Drops zu befreien.
Und man weiß nur eines sicher … dieser Albtraum ist noch lange nicht vorbei!
Mehr kann und will man nicht zu diesem Parforceritt durch jegliche Musik von barocken Engels-Chören über Shoegaze und Noise zu Breakbeat und 8-Bit sagen!
Auch Begriffe wie: melodramatischer Breakcore-Noise oder Baroque Rave Synths würden es wohl nur zu einem geringen Teil fassen.
Doch egal, denn lange hat mich kein Krach mehr so geflasht!
Und nochmal live auf dem „Breakcore Gives Me Woods“ ( leider in sehr schlechter Qualie!
Links:

Erster Auftritt: 21Uhr
Eintritt: 3 Euro
Ort: Neben dem Sbahnhof Rummelsburg!
Musik: www.myspace.com/tweehouse
Gespeichert unter: Southern Gothic, alt-country, americana, dark, folk | Schlagworte: Review

Tracklist:
1. The Last Pale In The Wesr
2. The Kid
3. Davy Brown
4. Chambers
5. Tobin
6. Toadvine
7. The Judge
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Konzeptalben sind eine schwierige Angelegenheit! Oft gut gemacht und für Fans des Künstlers eh ein Muss, können sie aber auch sehr langatmig sein und den Hörer mehr als nur fordern. Oft landen sie nach einmaligen Hören im Plattenregal unter dem Label „Gut zu wissen, dass ich sie ja jederzeit hören könnte, wenn ich nur wollte“. Mir persönlich ging es z.B. mit der chinesischen Tierkreis Vertonung Sufjans Stevens so, doch auch in gänzlich anderen Musikrichtungen wird sicher z.B mancher Björk Fan sich selbst nach dem Kauf von Medulla eingestanden haben, dass ein reines Accapella Album nicht zu den besten der Künstlerin gehört, auch wenn man es nicht missen möchte!
Zum Glück kann man all dies bei dem neuem Ben Nichols (Lucero) Album The Last PaleLight In The West getrost vergessen, denn auch wenn hier der Roman „Blood Meridian. Or the Evening Redness in the West“ (Die Abendröte im Westen) von Cormac McCarthy, thematisch Pate stand, so ist dies doch ein schönes Alt-Country Album und wenn er sich der thema
tischen Anlehnung nicht bewusst ist wird es dem Hörer wohl kaum auffallen.
Bei Amazon fand ich zu dem Buch folgendes:“McCarthys staendig wiederkehrendem Kernthema, dem schicksalshaften Ausgeliefertsein des Menschen, der Unausweichlichkeit und der toedlichen Konsequenz des menschlichen Handelns, sowie die kriegerische und grausame Natur des Menschen ganz allgemein, begegnen wir auch wieder hier und dabei in seiner Reinform: Der Suendenfall der Gewalt als Grundausstattung des Menschen, Krieg als Existenzberechtigung, Gewalt als immerwaehrende Konstante im menschlichen Dasein. Von der Entdeckung Amerikas, ueber die Eroberung, Unterwerfung und Besiedelung des Kontinentes, bis in das Amerika von heute zieht sich eine einzige gewaltige Blutspur. Die Gewalt von heute wurde zur Zeit der Eroberung und Staatsgruendung gesaet. Die US-Entwicklungsgeschichte ist seit den ersten Tagen bis heute blutdurchtraenkt. So scheint die gesamte Geschichte der spaeteren USA ebenfalls schon vorweggenommen, (man koennte ironischerweise sagen ebenfalls die Rolle der US-Kirche zum Thema Gewalt: „The priest had baptized the wounded Americans and then stood back while they were shot through the head„).“
Diese gewalttätig raue Atmosphäre des Romans fängt Ben Nichols allerdings perfekt ein. Seine Stimme klingt nach Dreck und Whisky. Die Texte sind, wie bereits erwähnt, von dem Roman sehr stark beeinflusst und die Instrumentierung ist schön sparsam. Nun wäre es aber ein Fehler bei The Last Pale Light In The West eine übertriebene morbide Düsternis zu erwarten. Nichols bleibt musikalisch im Alt.-Country und nur seine Texte kann man dem Literaturgenre des Southern Gothic zuordnen.
Links:
Myspace (Konnte ich leider nicht finden)
Label (Wohl noch nicht bei den Artist gelistet)







