______________________________________________
Blake Salzman liebt es absurd. Für den Clip zu Belong von Washed Out karrte der junge Regisseur eine große Ladung 80s-Kitsch zusammen und schuf so ein visuelles Pendant zu den Beats von Ernest Greene. In dem Video vollführen neonfarbig strahlende Aerobic-Tänzerinnen rhythmische Gymnastikübungen mit silbernen Discokugeln, während sich im Hintergrund riesige bunte Zierfische tummeln. Dazwischen flackern immerwieder Bilder aus einem Kaleidoskop oder einem Tetrisspiel auf, bevor der psychedelische Trip schließlich auf einer buntblinkenden Tanzfläche mitten im Weltall endet, auf der ausgelassen getanzt wird.
Ähnlich skurril geht es in dem Video der Band Banjo or Freakout zu: Dort nehmen ein Indianer, ein Soldat, ein Polizist, ein blauer Sumoringer, ein Riesenküken und andere Charaktere ein gemeinsames Bad im Ozean, um dann wenig später im Sand zu sitzen und zusammen aufs Meer zu schauen.

Außer dieser Arbeiten lassen sich auf der Vimeo-Seite noch zwei weitere Low-Budget-Videos von Salzman finden, die ebenfalls mit ungewöhnlichen Bildern spielen. Always You glänzt durch die Symbiose von Bild und Ton, während There’s Something Growing In My Garden an David Lynch erinnert.
Alle vier Videos beweisen: Es lohnt sich dran zu bleiben an David Salzman. kostja.
Links:
______________________________________________
Eher was aufs Auge als aufs Ohr gibts im Musikclip zu Andere Leute von Malakoff Kowalski. Das Video ist ein Ready-made und enthält Filmszenen aus Klaus Lemkes Filmen „Liebe so schön wie Liebe“ und „Sylvie“. Die Montage der hübschen Bilder ist beeindruckend. Fast scheint es so, als sei die Musik zum Video als nette Ergänzung entstanden und nicht umgekehrt. Bild schlägt Ton! Großartig! kostja.
Links:
______________________________________________
In der vergangenen Woche veröffentlichten die tUnE yArDs ihr Debüt BiRd BrAiNs auf 4AD. Sängerin Merril Garbus, eine Art weibliche Antony Hegarty in Lo-Fi, überzeugt auf diesem mit ihrer einzigartigen Stimme, die sie gern in véritable A-Chappella-Chöre hochloopt und ihrer Fähigkeit zu groovenden Rhythmen. Auf der 4AD-Homepage gibt es seit dieser Woche eine Live-Session zu sehen, die einen hevorragenden Einblick in das außergewöhnliche Klanguniversum der Band gibt. kostja.
Links:
Gespeichert unter: Electronica, ambient, psychedelic | Schlagworte: Videos, News, downloads
______________________________________________
Animal Collective sound- und tonschnipseln diesen Herbst wieder fleißig rum. In der letzten Woche erschien das neues Musikvideo zum Opener „In the Flowers“ des neuesten Albums Merriweather Post Pavillion. Der Clip ist ebenso vielschichtig wie die Musik: im Vordergrund wechseln sich gezeichnete Figuren mit Ausdruckstänzern ab, während es im Hintergrund munter flackert und flirrt. Irgendwann kippt dann noch ein Glas Farbe über den Bildschirm et voilà.
Ebenso großartig ist der Remix des Phoenix-Songs Love like a Sunset gelungen. In gewohnter Manier steckten die New Yorker das Original in den hauseigenen Häcksler, streuten die Soundschnipsel anschließend über einen puckernden Elektrobeat und ließen ihm so nicht mehr, als seine Atmosphäre. Das Resultat gibt es kostenlos hier.
Anfang Dezember bringt das Kollektiv dann noch seine neue EP „Fall be kind“ raus. Soweit erstmal, kostja.
Links:
______________________________________________
Für ihr neues Album East of Eden übersetzte Victoria Bergsman alias Taken by Trees die experimentelle Musik Animal Collectives in Folk. Das Lied My Boys des letzten Animal Collective Albums Merriweather Post Pavilion nannte die Ex-Concretes-Sängerin kurzerhand in My Girls um, schälte die Synthies heraus und legte stattdessen mehrere Gitarrenspuren, Handclaps und eine Marimba unter die hübsche Gesangsmelodie. Der Mash-Up der komplexen Rhythmen Animal Collectives mit Gitarrenfolk klingt gut und macht Lust auf mehr. Das zweite Album Bergsmans erschien in den Staaten und England Anfang September auf Rough-Trade. kostja.







