Jonathan Byrd – The Law And The Lonesome (Waterbug Records 2008)

Tracklist:

01. The Law And The Lonesome

02. Clean

03. Diana Jones

04. Houston Window Blues

05. Fifth Wheel

06. Prairie Girl

07. May The River Run Dry

08. Coyote

09. Soldier’s Lullaby

10. Galveston

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„I’ve flown to places only crows and outlaws know“

(aus May The River Run Dry)

Wenn von schwarzen Krähen, den Weiten der Prärie oder dem einsam umherziehenden Cowboy die Rede ist, dann kann man sich in etwa denken, wie die musikalische Umsetzung dieser Themen klingt. Und wenn zudem das Albumcover noch ganz tief in die Klischeekiste greift und uns eine grimmig dreinschauende Krähe als Wächter einer von rostigen Zäunen gebildeten Grenze zeigt – dann weiß man, dass man richtig ist.

Jonathan Byrd erzählt auf seinem neusten Album wieder Geschichte um Geschichte und Schicksal um Schicksal. Die Texte wirken immer so, dass man denken könnte, er stelle uns neue Charakterstudien zu alten Western-Filmen vor. Darum ist The Law And The Lonesome ein Langspieler, bei welchem man ganz ohne Angst auf die Texte hören kann. Der Mann besitzt eindeutig Talent an der Gitarre und auf dem Papier (was ja leider bei vielen Bands nicht der Fall ist).

Seine nach warmen Wüstenstaub klingene Stimme ist überdies als Mittel der akustischen Vermittlung bestens geeignet die Inhalte vorzutragen. Vom langsam-andächtigen Schmachtgesang (Fifth Wheel), hin zum eher traditionellen Gepräge (Prairie Girl, Diana Jones), über bluse-ige Einlagen (Houston Window Blues) führt die Ohr-Reise letztendlich zum drückenden, fast bedrohlichen Ton von May The River Run Dry. Abwechslung und Können sind hier auf unglaublich schöne Weise verschmolzen.

Als Instrumente finden vorrangig die Akustik-Gitarre und in manchen Liedern eine Geige Einsatz. Diese betont dabei allerdings immer das eher traditionelle Gewand der Musik und ordnet die Musik Jonathan Byrds näher dem traditionellen Country zu, als ihn viele Alt. Country und Americana Bands moderner Prägung spielen.

Man spürt bei jedem Lied, dass dieser Mann vollkommen in seiner Musik aufgeht, alles fließt quasi ganz natürlich aus ihm heraus. Diese Natürlichkeit und die Nähe zum traditionellen Country (wobei Byrd immer ganzund gar Singer/songwriter bleibt!) machen das Release irgendwie ur-amerikanisch im Klang, gleichzeitig aber auch zeitlos.

Wer nun Appetit auf den Geruch von Pferden, das Knistern des Feuers und die trockene Weite der Prärie bekommen hat, der sollte Rast machen und zuhören, was Jonathan Byrd und seine Gitarre zu erzählen haben.

~orangeonions

Hier noch zwei Videos vom Album von einem Home Concert, leider überaus schlechte Qualität und sehr leise…aber dennoch ganz sehenswert:

Links:

Offizielle Homepage

Last FM Seite

Wiki Seite

~orangeonions

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