Moofish Catfish – Yours to Share(Cosy Records)

Moofish Catfish - On a Sunbeam to your Heart

Moofish Catfish - Yours to Share

Tracklist:

01. Ten Days In My Room

02. Two Of A Kind

03. About This Girl

04. Oh God! I love you! What’s your name?

05. I’ve got your daniel johnston t-shirt

06. Happy On Wheels

07. Yours To Share

08. Fake And Pretend

09. Are You A Boy

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Der Drang zur Nicht-Perfektion und der Wille, Fehler zu ästhetisieren, waren stets die Kerneigenschaften der Musikrichtung Twee. Das vermittelte Gefühl ist bisweilen so verführerisch, dass man sich einbildet, problemlos mitmachen zu können. So einfach und erreichbar wirken die Strukturen der Szene, wirkt die Musik in all ihren Elementen. In seiner Art und Weise bildet Twee einen klangästethischen Gegenpol zum glattgebügelten und abgedroschenen Wave der englischen Postpunk-Fraktion.

Twee ist weiter,  ist Pop. Das liegt daran, dass Twee-Künstler wie a Smile and a Ribbon, Nixon oder die Rough Bunnies in ihren Liedern neue Grenzen ausloten: nicht etwa durch komplizierte Strukturen und Klangexperimente, sondern durch Rohheit und Simplizität. Diese beiden Disziplinen lösen so die der Schnelligkeit und der Lautstärke ab, da diese es zum einen eben nicht mehr bringen und zum anderen nicht so provozieren können, wie ein dissonanter Twee-Song.

Twee ist nicht denen ihr Spiel.

Das fruchtbare und durch die digitale Evolution vereinfachte Prinzip des D.I.Y. hat in den vergangenen Jahren eine Flut ambitionierter Bands an Land gespült, die ohne die Verbreitungsmöglichkeiten des Internet in Deutschland wahrscheinlich niemals Gehör gefunden hätten. Und so hat die Musik auch eine politische Sprengkraft, die weiter dazu beiträgt, die langweilige und elitäre Musikindustrie auszuhebeln.

Einfach mitmachen. Das dachte sich auch das Quartett Moofish Catfish aus Kopenhagen und veröffentlichte kürzlich auf Cosy Records ihr Album Yours to share. Das Debüt ist die Summe aus guten bis schiefen Melodien, einem omnipräsenten Reverb-Effektgerät und den typischen, ungestimmten Wave-Gitarren. Die Lieder leben vom Zusammenspiel ihrer beiden Sängerinnen Rastlös und Orkestern, die im Duett um die Wette katzenjammern.

Eins ist klar: Den vier SchwedInnen ist es gelungen, ein weiteres hervorragendes Album im Twee-Kosmos zu schaffen, dass vor allem eins ist: nicht-perfekt! kostja

Links:

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