Ben Nichols – The Last Pale Light In The West (Rebel Group 2009)

Tracklist:

1. The Last Pale In The Wesr

2. The Kid

3. Davy Brown

4. Chambers

5. Tobin

6. Toadvine

7. The Judge

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Konzeptalben sind eine schwierige Angelegenheit! Oft gut gemacht und für Fans des Künstlers eh ein Muss, können sie aber auch sehr langatmig sein und den Hörer mehr als nur fordern. Oft landen sie nach einmaligen Hören im Plattenregal unter dem Label „Gut zu wissen, dass ich sie ja jederzeit hören könnte, wenn ich nur wollte“. Mir persönlich ging es z.B. mit der chinesischen Tierkreis Vertonung Sufjans Stevens so, doch auch in gänzlich anderen Musikrichtungen wird sicher z.B mancher Björk Fan sich selbst nach dem Kauf von Medulla eingestanden haben, dass ein reines Accapella Album nicht zu den besten der Künstlerin gehört, auch wenn man es nicht missen möchte!

Zum Glück kann man all dies bei dem neuem Ben Nichols (Lucero) Album The Last PaleLight In The West getrost vergessen, denn auch wenn hier der Roman „Blood Meridian. Or the Evening Redness in the West“ (Die Abendröte im Westen) von Cormac McCarthy, thematisch Pate stand, so ist dies doch ein schönes Alt-Country Album und wenn er sich der thematischen Anlehnung nicht bewusst ist wird es dem Hörer wohl kaum auffallen.

Bei
Amazon fand ich zu dem Buch folgendes:“McCarthys staendig wiederkehrendem Kernthema, dem schicksalshaften Ausgeliefertsein des Menschen, der Unausweichlichkeit und der toedlichen Konsequenz des menschlichen Handelns, sowie die kriegerische und grausame Natur des Menschen ganz allgemein, begegnen wir auch wieder hier und dabei in seiner Reinform: Der Suendenfall der Gewalt als Grundausstattung des Menschen, Krieg als Existenzberechtigung, Gewalt als immerwaehrende Konstante im menschlichen Dasein. Von der Entdeckung Amerikas, ueber die Eroberung, Unterwerfung und Besiedelung des Kontinentes, bis in das Amerika von heute zieht sich eine einzige gewaltige Blutspur. Die Gewalt von heute wurde zur Zeit der Eroberung und Staatsgruendung gesaet. Die US-Entwicklungsgeschichte ist seit den ersten Tagen bis heute blutdurchtraenkt. So scheint die gesamte Geschichte der spaeteren USA ebenfalls schon vorweggenommen, (man koennte ironischerweise sagen ebenfalls die Rolle der US-Kirche zum Thema Gewalt: „The priest had baptized the wounded Americans and then stood back while they were shot through the head„).“

Diese gewalttätig raue Atmosphäre des Romans fängt Ben Nichols allerdings perfekt ein. Seine Stimme klingt nach Dreck und Whisky. Die Texte sind, wie bereits erwähnt, von dem Roman sehr stark beeinflusst und die Instrumentierung ist schön sparsam. Nun wäre es aber ein Fehler bei The Last Pale Light In The West eine übertriebene morbide Düsternis zu erwarten. Nichols bleibt musikalisch im Alt.-Country und nur seine Texte kann man dem Literaturgenre des Southern Gothic zuordnen.

Links:

last.fm

Myspace (Konnte ich leider nicht finden)

Label (Wohl noch nicht bei den Artist gelistet)

Amazon.com


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