Archiv des Autors: DieQuadratur

Monsters of Folk – Monsters of Folk(Rough Trade September 2009)

Monsters of Folk - Monsters of Folk

Monsters of Folk - Monsters of Folk

Tracklist:

1.Dear God (sincerely M.O.F.)

2.Say Please

3.Whole Lotta Losin‘

4.Temazcal

5.The Right Place

6.Baby Boomer

7.Man Named Truth

8.Goodway

9.Ahead of the Curve

10.Slow Down Jo

11.Losin Yo Head

12.Magic Marker

13.Svetlana

14.Map of the World

15.The Sandman, the Brakeman and Me

16.His Master’s Voice

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Man nehme eine Live-Tour im Februar 2004, die Sets von Folkgrößen wie Jim James (My Morning Jacket), M. Ward und Conor Oberst (Bright Eyes) enthält, und nenne sie:

Monsters of Folk!

Damit wäre der Grundstein gelegt.

Nun müssen die Musiker sich auf der Tour nur noch so gut verstehen, dass sie zunächst einmal aus Spaß einige Songs für den Hausgebrauch covern und sich einige Zeit später (2009), weils ja sooo viel Spaß gemacht hat, noch mal treffen und ein Americana-Album aufnehmen [Ganz wichtig: Jeder muss mal singen (Wiedererkennungswert!)]. Achja und einen von Conor Oberst Bright-Eyes-Jungs (Mike Mogis) braucht man ja auch noch um ne richtige Band zu haben. Dann schreibe man noch überall,  dass es ja DAS NEUE DING von Conor Oberst und M. Ward ist, und es verkauft sich von ganz allein wie geschnitten Brot, egal welche  Album-Qualität man denn vorlegt …

Doch das Album ist, da kann man nicht meckern, ein rundherum gelungenes schönes teilweise progressives (ein Adjektiv, dass ja viele im Folk nicht so gern hören) Americana Album.

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Video: Cinnamon Chasers – Luv Deluxe

Tolles Video aus dem hier bereits besprochenem Cinnamon Chasers Album A Million Miles from Home:

Cinnamon Chasers – Luv Deluxe:

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Haruko – Wild Geese (june 2009 brackenrecords)

Haruko - Wild Geese

Haruko - Wild Geese

Tracklist:

01. Welcome to Loveland

02. Spring in Our Lungs

03. Man in the Moon

04. Autumn, Golden Trees

05. The Bright Lights

06. Morning Dreams

07. The Mountain Adventure

08. Winter

09. The Dragon’s Tears

10. Goodbye my Love, Goodbye

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Das guter Freak Folk auch made in Germany sein kann, beweist Haruko mit ihrem 10-track-debut Album Wild Geese.

Mal wird man an Joanna Newsom, mal an Jana Hunter erinnert. Dabei bleibt Haruko, mit bürgerlichem Namen Susanne Stanglow, schön verspielt, minimalistisch, akustisch, folkig und ganz wichtig shpärisch schwebend. Ihre Stimme tut ihr übriges hinzu. Ein gemächlich dahin gleitender Tag-Traum …

Den gratis Download einer Split EP  mit Hlynur Gudjsson bietet die gute Dame auch noch an:

This session was recorded live with Hlynur Gudjonsson in a little stable (see on the cover-photo) out on the field nearby my home on the 25th of January 2009. It contains one song from each of us.“

Haruko & Hlynur Gudjonsson - Stable Session EP

Haruko & Hlynur Gudjonsson - Stable Session EP

01. Chicago
02. Spring in our lungs

For Download go to:
mediafire

Goodbye my love, goodbye

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brackenrecords

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Cola Jet Set – Guitarras y Tambores (Elefant 2009)

Cola Jet Set - Guitarras y Tambores

Cola Jet Set - Guitarras y Tambores

Tracklist:

1. Sueño de Mi Vida

2. Tonto Corazón

3. Guitarras y Tambores

4. Subidubi

5. Chocolate y Té

6. Durará

7. Ese Grupo Está Bien

8. En Esta Pista Ya No Se Puede Bailar

9. Nadie Nos Va a Poder Parar

10. Suena el Teléfono

11. Dulce Despertar

12. Prometiste Volver

13. Cola Jazz Vals

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Wenn man das Phänomen des Twee-Revivals in den letzten Jahren – mehr oder weniger – aufmerksam beobachtet hat, konnte man um gewisse Erkenntnisse nicht umher kommen.

So scheint der Twee bzw. Indie-Pop endlich wieder die Qualität zu erreichen, die er vorher nur in den 80er Jahren, im schottischen Umfeld von Sarah-Records hatte. Und auch heute scheint Schottland wieder das Epizentrum des selfmade Tagebuch-Pops zu sein. Schweden gesellt sich in letzter Zeit immer wieder gerne dazu, sei es mit den Acid House Kings oder Jens Lekmann und auch Spanien taucht  immer wieder auf der Twee-Landkarte auf. So zum Beispiel alles um das kleine aber feine Elefant-Records Label, dass nicht nur internationale Indie-Pop-Größen wie Camera-Obscura, My little Airport und Television Personalities,  unter Vertag hatte, sondern auch immer wieder mit spanischen Twee- und Indiebands, wie etwa La Casa Azul, aufwartet.

Auch die hier kurz besprochenen Cola Jet Set sind eine dieser spanischen Bands. Mit ihrem zweiten Album Guitarras y Tambores reihen sie sich perfekt, wenn man von den spanischsprachigen Texten absieht, in die Tradition von Saturday Looks Good to Me, Acid House Kings, the Bicycles und der oben erwähnten Camera Obscura ein. Den Hörer erwartet ein abwechslungsreiches Album, mal düster, mal gelassen leicht, aber immer perfekt für den Sommer auf Balkonien geeignet.

Alles in allem wirklich hörenswert.

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Elefant-Records


Cinnamon Chasers – A Millon Miles From Home (Modus Records 2009)

Cinnamon Chasers

Cinnamon Chasers - A Millon Miles From Home

Tracklist:

1. I like watching you

2. Jetsreams

3. Wishing for the fire

4. The world is yours

5. Candle lights

6. Adored

7. Luv deluxe

8. Modern love

9. Ray of sun

10. Ultraviolent

11. White flag

12. Your heart isn’t open anymore

13. Sentimental

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Mid. 80s Fantasy Movie, wir sitzen im Kino bei sagen wir … The Dark Crystal oder The Last Unicorn … oder einem schönen Sci-fi Film wie Bladerunner. Plötzlich stoppt der Sound und der Film hängt ein paar Sekunden. Doch was wir danach zu sehen und zu hören bekommen passt hervorragend: Der Tontechniker scheint sich selbst geholfen zu haben und spielt nun statt des grässlichen original Sounds einfach das Album A Million Miles from Home von Cinnamon Chasers. Und die Tacks passen perfekt über den Film. Ganz gleich welchen wir grade im Kopf haben, es wirkt so, als hätten wir ein wunderbares neues Musikvideo gleich zu einem ganzen Album. Das Coverartwork sowie der Titel des Langspielers tragen ebenso zu diesem Eindruck bei. Denn genau so wirken alle 13 Tracks: Futuristisch, psychedelisch, leicht 80er kitschig plus einer riesigen Menge Space-Romanitk. Russ Davis, der Mann hinter Cinnamon Chasers, übrigens ein Neffe der beiden The Kinks Gründer Dave und Ray Davis, nennt als seine Einflüsse „Pink Floyd, KLF, Vangelis, Giorgio Moroder and FSOL“ und genau das beschreibt seine Musik eigentlich auch sehr gut, denn sowohl den psychedelischen Einfluss der artrockigen Pink Floyd als auch den Disco/Italo Synthpop Giorgio Moroders hört man aus so gut wie jedem seiner Songs sehr deutlich heraus.

Links:

Myspace (Alle Songs zum anhören)

Youtube (Alle Videos auf der Seite von Modus Records)

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Kate Mann – Things look different when the sun goes down (self released 2009)

Kate Mann - Things look so different when the sun goes down

Kate Mann - Things look so different when the sun goes down

Trackliste:

1. Things look differrent when the sun goes down

2. Robert Johnson knew

3. Here again

4. Needles and pins

5. Funny thing

6. Loki’s lulllaby

7. Bird in my house

8. La llorona

9. In a movie

10. Drag the river

11. You can have my heart

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Innovation? Nein, Danke!

Nach einiger Zeit nun mal wieder ein dark-americana Album, das wohl in der selben Traditionslinie steht, in der sich auch Uncle Sinner, Grant Campbell oder Christian Williams einreihen.

Kate Manns Things look different when the sun goes down bringt uns, ebenso wie die Obengenannten, die amerikanischen Roots in einem düsteren, nachdenklichen Gewand nach Europa und geht nach bester Americana-Manier auch bei der Instrumentierung keine Kompromisse ein.

Gitarre, Banjo, Geige und ab und an auch ein Schlagzeug, untermalen ihre kleinen  düsteren Geschichten stimmungsvoll und geben dem Hörer genau  das, was er von einem dark-americana Album erwartet.

Das klingt nun so gar nicht aufregend und innovativ?

Ist es auch nicht!

Aber mal ehrlich; welcher Americana-Freund möchte, gerade in Zeiten, in denen jeder Folk-Act experimentell und pseudo-intellektuell sein will, denn wirklich Innovation!

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Kate Mann.com

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Neros Day at Disneyland – From Rotten Fantasylands (Cock Rock Disco 2009)

Trackliste:

1. In Aisles

2. Civilizing People

3. No Money Down, Low Monthly Payments

4. Chlid Protective Services Theme Song

5. Charging Swarm Of Mouseketeers

6. Everything Must Go

7. Death Parade feat. Kevin Shields

8. Action Winter Journey

9. Streches Linen Over Contorted Bodies

10. Eulogy for Nick Galvas

11. Probably End Up Dead In Ditch Somewhere

12. Plumes Of ATM Sinew

13. Vengeance In Cloudland

14. Sprawling Idiot Effigy

15. In Keyed Fantasy

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Neros Day At Disneyland – From Rotten Fantasylands

Das Disney Castle steht in Flammen! Donald Duck und Mini Mouse liegen mit eingeschlagenen Köpfen in der Toy Story Midway Mania! Die kleinen beweglichen Puppen haben ein dämonisches Grinsen im Gesicht und drehen sich in einem atemberaubendem Tempo um die eigene Achse. Die Parade scheint schon seit Tagen nicht mehr vorwärts zukommen, ja sich wohl schon seit ewigen Zeiten in einer Endlosschleife zu befinden. Nun herrschen die dunkelen Mächte im Kinderparadies. Nero, der herrschsüchtige Kaiser Roms, hat sich des Disney Imperiums bemächtigt und versucht nun, so wie er einst halb Rom niederbrennen ließ, jede positive Kindheitserinnerung aus dem Hörer, in einer Orgie der Gewalt, heraus zu prügeln.

Gerade wenn man denkt, die Scenerie hätte sich beruhigt, sieht man Mikey auf den Spacemountain : Mission 2 gebunden, wie er verzweifelt versucht sich aus der Umklammerung von pinker Zuckerwatte und Coca Cola-Drops zu befreien.

Und man weiß nur eines sicher … dieser Albtraum ist noch lange nicht vorbei!

Mehr kann und will man nicht zu diesem Parforceritt durch jegliche Musik von barocken Engels-Chören über Shoegaze und Noise zu Breakbeat und 8-Bit sagen!

Auch Begriffe wie: melodramatischer Breakcore-Noise oder Baroque Rave Synths würden es wohl nur zu einem geringen Teil fassen.

Doch egal, denn lange hat mich kein Krach mehr so geflasht!

Und nochmal live auf dem „Breakcore Gives Me Woods“ ( leider in sehr schlechter Qualie!

Links:

last.fm

Myspace

Label