Archiv des Autors: orangeonions

Aufgeschaut: Yo La Tengo Special Show

Tracklist:

01. With A Girl Like You (acoustic) (Original von: The Troggs)
(Fuckbook 2009)

02. Our Way To Fall (acoustic)
(…And Then Nothing Turned Itself Inside-Out 2000)

03. Sugarcube (acoustic)
(I Can Hear The Heart Beating As One 1997)

04. Periodically Double Or Triple (acoustic)
(Popular Songs 2009)

05. Nothing To Hide (acoustic)
(Popular Songs 2009)

______________________________________________________

Jahaa! Von Yo La Tengo gibt es jetzt die Aufnahmen ihrer „Special Show“, die sie vor kurzem gespielt haben. Einfach klasse, unbeding reinhören.

Und das Review für Popular Songs kommt auch bald, versprochen 😉

~orangeonions

Hier die links zu den Videos:

Part 1, Part 2

Aufgeschnappt: William Fitzsimmons bei den Amsterdam Acoustics

Da im Oktober auch endlich bei uns in Deutschland das zweite Album (The Sparrow And The Crow) vom amerikanischen Singer-Songwriter William Fitzsimmons offiziell zu haben ist, hier eine kleine Vorfreude bzw. einfach ein schönes Liedchen zum Wegträumen.

Dank geht an slowcoustic.com für das Auffinden des Videos.

~orangeonions

Link zum Video:

http://vimeo.com/6552908

Iron and Wine – Around the Well (Subpop 2009)

Tracklist:

CD 1

01 Dearest Forsaken

02 Morning

03 Loud As Hope

04 Peng! 33

05 Sacred Vision

06 Friends They Are Juwels

07 Hickory

08 Waitin‘ For A Superman

09 Swans And The Swimming

10 Call Your Boys

11 Such Great Highs

CD 2

01 Communion Cups & Someon’s Coat

02 Belated Promise Ring

03 God Made The Automobiles

04 Homeward, These Shoes

05 Love Vigilantes

06 Sinning Hands

07 No Moon

08 Serpent Charmer

09 Carried Home

10 Kingdom Of The Animals

11 Arms Of A Thief

12 The Trapeze Swinger

______________________________________________________

Wer die Musik von Sam Beam schon länger begleitet, dem wird aufgefallen sein, dass man sie in zwei Kategorien aufteilen kann: Zum einen in die Zeit des traditionellen Singer-Songwriters, der verhalten und mit einer Träne im Auge auf seiner Gitarre spielt (The Creek Drank The Cradle (2002), Our Endless Numbered Days (2004)) und zum anderen in Zeit des opulenten Folks, der mit unzähligen Instrumenten und Musikern breite Klanglandschaften malt,  jedoch weniger traditionell ist (The Shepherd’s Dog (2007)).

Zwar schaffte es Beam mit The Shepherd’s Dog ein wunderschönes Album zu kreieren, das wahrscheinlich allen „alten“ Fans auch gefallen hat, jedoch machte sich im Hintergrund immer etwas die Angst breit, dass Iron and Wine bald nicht mehr nach Iron and Wine klingt. Die Lovesong of the Buzzard Single (2008) ist zwar gut, weist aber leider schon in jene Richtung…

Für all diejenigen, die sich nach einem neuen Album im alten Stil sehnen, liegt jetzt schon seit zwei Monaten „Around The Well“ im Verkaufsregal. Zwar wird der Wunsch nach einem neuen alten Beam nur halb erfüllt, da es sich um eine Sammlung von B-Sides und Rarities handelt, jedoch ist das, was man geboten bekommt einfach nur traumhaft.

Ob man beim Artwork anfängt oder bei der Musik aufhört. Alles ist einfach genial. Jedem, der nicht schon alles zusammengesammelt hat, wird hier ein wahres Juwel geboten, dass einen hervorragenden Überblick über die Musik von Iron and Wine abseits der regulären Releases liefert. Die CDs/Vinyls sind zudem so gut zusammengestellt, dass man manchmal ganz vergisst, dass es sich nicht um ein Album, sondern um eine Compilation handelt.

Beide CDs decken dabei ein anderes Feld ab. Auf der ersten finden sich all die Lieder, die offenkundig in die frühe Sam Beam Phase passen, auf der zweiten eher die der späteren. Im direkten Vergleich gefällt mir CD 1 jedoch ein Stückchen besser, da der Gesamteindruck ein wenig runder ist und stilmäßig genau das drauf ist, was ich mir vom nächsten Iron and Wine Album erhoffe – back to the roots.

~orangeonions

Links:

Offizielle Seite

Last FM Seite

MySpace Seite

Fort King – Naked Shadows (Autumn Ferment Records 2009)

Trackliste:

01. Osceola

02. Hangin‘ On

03. House Finch

04. To The Moon

05. Tanabata

06. Antique Dreams

07. Ricky’s Lament

08. Noda*Rama

09. Black Palms

______________________________________________________

Die Wartezeit ist vorbei! Mittlerweile sind ja immerhin schon 3 Einträge zu Fort King hier auf dem Block erschienen, die alle Eines gemeinsam hatten: Das jetzt vorliegende Album war noch unveröffentlicht und immer wieder verschoben worden.

Am 24. April diesen Jahres war es soweit und das schottische Label Autumn Ferment Records präsentierte seinen neuen Schützling mit seinem Debüt Naked Shadows, das jedem, der schon Gefallen an den Demos hatte, auch gefallen wird.

Fort King spielt Folk – ohne viel Wenn und Aber. Die Akustik-Gitarre und die Stimme dominieren das Geschehen, werden aber auch von Piano, Chello, Bass, Drums und diversen anderen Instrumenten unterstützt. Dies rundet das Gesamtbild noch zusätzlich ab und verstärkt in den meisten Fällen das sehr gefühlvolle Organ Ryan Fullers. „In den meisten Fällen“ soll bedeuten, dass man sich ein Lied auf der Scheibe erst zurechthören muss; die Rede ist von Hangin’ On. Der Track will einfach nicht so recht ins Gesamtbild passen, wenn man die CD das erste Mal hört. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich der blues-ige Charakter, der sich deutlich vom Rest unterscheidet, irgendwann im Gehörgang einbrennt.

Ryan Fuller

Ryan Fuller

Im Vergleich zum unoffiziellen Demo hat sich einiges getan. Alle Lieder wurden noch einmal neu abgemischt und haben einen wesentlich volleren Klang, der etwas folk-untypisch ohne Ecken und Kanten daherkommt. Die Lieder glänzen quasi, als wären sie frisch mit Speck poliert worden. Im Endeffekt passt der Sound jedoch ganz gut zum Gesamtbild.

Hier und dort wurden ein paar Veränderungen an den ursprünglichen Liedern vorgenommen, es wurden weitere Instrumente eingespielt und, nicht zu vergessen: es sind neue Lieder auf das Album gekommen – drei Stück an der Zahl. Dies mag jetzt recht wenig klingen und man kann das Gefühl haben, dass es im Gegensatz zum Demo etwas spärlich ausgefallen ist, jedoch darf man nicht vergessen, dass Fort King noch kein offizielles Release hatte und Ryan Fuller eigentlich erst jetzt richtig in der Folk-Szene mitmischt.

Die drei neuen Stücke, abgesehen vom oben erwähnten Hangin’ On, sind im gleichen Stil gehalten, wie diejenigen vom Demo und passen demzufolge bestens dazu. Tanabata kommt sogar gänzlich ohne Gesang daher, was aber keineswegs negativ auffällt. Dafür überzeugt es durch wunderbaren Chello-Einsatz und eine wundervolle Atmosphäre, die den Charakter des ganzen Albums gut einfängt.

Ich verwette meinen Affen, dass man in Zukunft noch Großes von diesem Mann hören wird und freue mich schon jetzt auf eine nächste Veröffentlichung!

~orangeonions

Links:

Labelseite

Myspace

Last FM

The Handsome Family – Honey Moon (Carrot Top 2009)

Tracklist:

01. Linger, Let Me Linger

02. Little Sparrows

03. My Friend

04. When You Whispered

05. The Loneliness Of Magnets

06. June Bugs

07. A Thousand Diamond Rings

08. Love Is Like

09. The Petrifried Forest

10. Wild Wood

11. Darling, My Darling

12. The Winding Corn Maze

______________________________________________________

Sechzehn Jahre…alt. Seit 1993 erscheint in fast regelmäßigen Abständen neue Musik des Ehepaars Rennie und Brett Sparks. Bei einem solch langen Zeitraum ist das Risiko für eine Band sehr hoch, irgendwann das Niveau nicht mehr halten zu können und abzusumpfen in den Schlammtümpel der Beliebigkeit. Und von dort dann wieder hoch zu kommen, dem Phönix gleich, ist fast unmöglich, handelt es sich doch nicht um Auferstehungs-Asche sondern um organisch-stinkenden Abfall, der am Federfell kleben bleibt.

Brett und Rennie

Brett und Rennie

Glücklicherweise befinden sich The Handsome Family mit ihren Füßen noch auf festem und trockenem Boden : Auch das achte reguläre Release lässt keine Zweifel aufkommen, dass besagter Tümpel scheinbar trockengelegt wurde und wohl so schnell keine Flüssigkeit sehen wird, um freudig-faulend Band-Vernichtungs-Schlamm ansetzen zu können.

Auf Honey Moon klingen die beiden reifer denn je (dass sie erwachsen geworden sind, kann man ja schlecht sagen). Die Symbiose aus düsteren, eindringlichen Lyrics, stets vom Country beeinflussten Melodien an der Gitarre und irgendwie hypnotischen, einlullenden Synthie-Melodien (ahhhhhhhhhhhhh…nein, die Synthies klingen wirklich gut) schafft eine Atmosphäre, wie ich sie bei keiner anderen Band bis jetzt gehört habe. An allem klebt etwas Märchenhaftes, etwas Unwirkliches. Der wunderschöne Duett-Gesang (Little Sparrows) und der zweistimmige Gesang Brett Sparks (The Loneliness Of Magnets), der scheinbar tausend Facetten hat, tragen einen großen Teil dazu bei, dass die Lieder in bunten Stimmkleidern lustwandeln (Linger, Let Me Linger).

Auf dem langen Weg, den die Musik-Vermählten hinter sich gelassen haben, liegen viele bedeutende Randsteine, welche von beiden errichtet worden sind (allem voran vielleicht das geniale Through The Trees (1998)). Doch dass sich The Handsome Family nun dazu entschließen, statt Randsteinen eine ganze Burg zu errichten, konnte keiner ahnen. Zwar hatte Last Days Of Wonder (2006) schon die Grundsteine gesetzt, aber der Gesamtausbau erfolg erst jetzt mit Honey Moon.

Leider hat man es schon zu oft erlebt, dass nach solchen Mammut-Vorlagen die Nachfolger nur noch im Graben-Wasser schwimmen können. Sollte es Rennie und Brett jedoch gelingen, einen solchen Opus nachzulegen, dann kann dies nur bedeuten, dass sie sich entschlossen haben, den Kölner Dom neu zu errichten und damit aufzufahren gen Himmel zu den ewigen Musik-Göttern unserer Zeit.

Für mich ist diese Scheibe ganz klar das Highlight 2009 bis zu diesem Moment. Ein unglaublich schönes Album.

~orangeonions

Links:

Offizielle Seite

Last FM Seite

Myspace Seite

Red House Painters und Blackbird Harmony – ein Artwork-Vergleich

Als großer Liebhaber des Projektes Red House Painters von Mark Kozelek, habe ich mich seit dem Erscheinen des Albums Hardwood Exits des Folkers von Blackbird Harmony gefragt, ob es bloßer Zufall ist, dass das Cover dem von Down Colorful Hill ähnelt. Ich dachte, dass es sich bei der Gestaltung des Hardwood-Covers eventuell um eine Hommage handeln könnte.

Red House Painters - Down Colorful Hill
Red House Painters – Down Colorful Hill
Blackbird Harmony - Hardwood Exits
Blackbird Harmony – Hardwood Exits

Vor ein paar Wochen habe ich dann die traurigen Nachrichten gelesen, dass sich Blackbird Harmony aufgelöst hat und kein weiteres Release mehr unter diesem Namen erscheinen wird. Dies ist umso bedauerlicher, als ihr Album wirklich guten Americana beeinflussten Folk geboten hat, der auf weiter großartige Alben hoffen ließ.

Nun nicht mehr: Blackbird Harmony

Nun nicht mehr: Evan von Blackbird Harmony

Aber genug des Trübsals. Die Frage nach der Beziehung der Cover war weiterhin ungeklärt und es schien so, dass sie es auch für immer bleiben würde, wenn ich nicht bald bei der Band nachfragte. Gedacht, getan.

Als erste Antwort kam folgende Nachricht von Evan an mich zurück:

Ummm, it may be a coincidence and it may not be…..I selected a handful of photographs that I liked, submitted them to Morgan King who owns our record label, Yer Bird, and he picked that one and designed the cover art. I am a fan of Mark Kozelek, but wasn’t thinking of that when I added that photo to the mix…. Morgan may have been thinking of it when he chose that photo and designed the cover…..

Für den Anfang schon mal keine schlechten Informationen, denn nun wusste ich wenigstens, an wen ich mich wenden musste, um endlich meine Neugier befriedigen zu können. Also schrieb ich Morgan King an. Dieser antwortete, wenn auch mit größere Verzögerung:

Well, I did the design work on the album, using photos from a lady I found on Flickr. There certainly wasn’t a conscious effort to reference Down Colorful Hill – the earliest RHOP album I have is the one with the Rollercoaster – but there’s certainly a similarity now that I’ve looked that one up. For Hardwood Exits, it was purposefully a hotel room bed that was used – the rest of the artwork on the CD is from hotel hallways – as so much of the album deals with desperate and brief relationships, the whole one-night-stand motif seemed to fit it well. Down Colorful Hill’s bed seems much more like a just-made death-bed to me.

Und damit ging dann meine ganze Euphorie, eine versteckte Anspielung gefunden zu haben, quasi den Bach runter. Aber trotzdem scheint es interessant, beide Alben in Verbindung zu setzen. Red House Painters eher vom Slow Alternative geprägten Folk (im allerweitesten Sinne) mit den recht schwermütigen Liedern Kozelek’scher Prägung, die abseits vom Americana operieren und auf der anderen Seite der vom Country beeinflusste Folk Blackbird Harmonys.

Red House Painters

Red House Painters

Beide verbindet die musikalische Grobausrichtung (im Bild vertreten durch das Motiv des Bettes), jedoch unterscheiden sich die jeweiligen Ausgestaltungen voneinander: RHP mit ihrem, wie es Morgan King nennt, just made death bed, das für Bedenklichkeit und Traurigkeit steht, und Blackbird Harmony mit einem zerrütteten Bett, dass noch die Spuren der letzten Nacht trägt und dessen Inhalt ein andere zu sein scheint, als tote Körper.

Wenn es sich demnach schon nicht um eine Hommage handelt, der Kontrast bleibt bestehen und kann sinnvoll interpretiert werden.

Vielen Dank an Blackbird Harmony und Morgan King für die Infos!

~orangeonions

Blackbird Harmony – Samaritans (Audio Only):

Red House Painters – Medicine Bottle (Audio Only):

Links:

Myspace Seite Blackbird Harmony

Myspace Seite Red House Painters

Last FM Seite Blackbird Harmony

Last FM Seite Red House Painters

Yerbird Records

NEWS: Autumn Ferment Records gibt Fort King Release bekannt!

Tracklist:

01. Osceola

02. House Finge

03. Antique Dreams

04. Tanabata

05. Hangin‘ On

06. Ricky’s Lament

07. To The Moon

08. Noda*Rama

09. Black Palms

(Reihenfolge ohne Gewähr)

______________________________________________________

Nachdem mir Ryan Fuller ja schon zugesichert hatte, dass sein Langspieler noch im April erscheinen wird, gibt es jetz auch von Label-Seite eine offizielle Ankündigung und einen festen Termin. Der 24. April ist für die Veröffentlichung von Naked Shadows festgesetzt!

Neben den Liedern des Demos Balsamic Moon sind auch neue Stücke vertreten. Die Beschreibung auf der Labelpage macht auf alle Fälle schon mal neugierig: Traditioneller Folk/Country mit Psych Folk-Einlagen und Neil Young Anleihen. Ich bin zudem gespannt, ob die Demo-Songs noch einmal neu eingespielt wurden (was ich hoffe) oder ob die frühen Versionen benutzt wurden (die ja auch schon sehr gut waren).

Jetzt muss nur noch die Wartezeit schnellstmöglich vergehen!

~orangeonions

Links:

Label Page von Fort King

Last FM Seite