Archiv der Kategorie: ambient

Musikvideo zu Blessa von Toro y Moi!

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Hier das neue Video, in knapp zwei Wochen, am zweiten Februar, gibt’s dann endlich das erste Album von Toro y Moi alias Chaz Bundick Causers of Time auf die Ohren. Am 19.Februar spielt der Amerikaner im West Germany in Berlin. kostja.

Links:

Carpark

Active Child – Sun Rooms (Januar 2010, Mirror Universe)

Active Child - Sun Rooms

Tracklist:

Side A:
1. She Was a Vision
2. Take Shelter
3. Wilderness

Side B:
4. When Your Love is Safe
5. Voice of an Old Friend
6. See Thru Eyes

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In amerikanischen Schlafzimmern scheint die Sehnsucht nach Sonne und Meer derzeit sehr groß zu sein. Anders lässt sich die Flut von Musikern nicht erklären, die ihre nach lauen Strandnachmittagen klingenden Alben und EPs in Eigenregie zwischen Bett und Kleiderkomode aufgenommen haben.

Nach den Tapes der Ambient-Popper Ernest Greene und Chaz Bundick veröffentlichte das Kassettenlabel Mirror Universe am 14. Januar die EP Sunrooms des Amerikaners Pat Grossi. Der Release verlängert die bereits erschienene EP She was A Vision um vier weitere Stücke.

Der Sound von Grossis Projekt Active Child steht in der Tradition anderer Dream-Pop/Glo-Fi-Veröffentlichungen der letzten Monate und besticht nicht nur durch die genretypischen 80’s-Synthies, sondern auch durch seine verträumte Atmosphäre und seine großartigen Melodien.

Leider hat die EP mit dem Genre ebenfalls gemein, dass sie mit einer äußerst geringen Stückzahl veröffentlich wird – lediglich 300 Kopien und keine Downloadmöglichkeit gibt es von der EP, also fix bei Mirror Universe vorbeigeschaut! kostja.

Links:

Myspace

Mirror Universe

Pure Groove

Try!

Washed Out – High Times EP (Mirror Universe Tapes August 2009)

Washed Out - High Times EP

Tracklist:

1. Belong

2. Good Luck

3. Phone Call

4. Olivia

5. Clap Intro

6. Luck

7. It’s Kate’s Birthday

8. You Will Be Sad

9. Yeah

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Im vergangenen Sommer schnappte sich Ernest Greene alias Washed Out Synthie und Mehrspurrekorder, schloss sich damit in seinem Schlafzimmer  ein und nahm dort heimlich eine EP auf. Von dieser Session existieren gerade mal 100 Kopien – auf Kassette, die natürlich im handumdrehen vergriffen waren. Vor kurzem tauchte bei Magiska ein Link zum Download dieser EP auf. Endlich!

Auf High Times macht Greene seinem Projektnamen alle Ehre. Wie ein Ölgemälde, das zu lang in der Sonne gestanden hat und nun eher an Munch als Monet erinnert, klingen die Synthies verblichen, zerlaufen und verzerrt. Unter diesen undurchsichtigen Synthieflächen wummert ein sanfter 80’s-Beat und verhilft den wabernden Klängen wieder zur Form. Die Wahl des Trägermediums Kassette  kann in diesem Zusammenhang als weiteres Stilmittel verstanden werden: die hohen Töne leiern mehr, als sie es ohnehin schon tun würden, was die Lieder noch diffuser klingen lässt.

Glo-Fi oder auch Hipstergogic Pop ist das Label, unter dem sich die verträumte Musik von Washed Out, Toro y moi, Golden Panda, Delorean und Memory Cassette zusammenfassen lässt. Das Genre ist, so wie gesamte aktuelle Popmusik, hauptsächlich vom Synthiepop der 80er inspiriert ist.

An dieser Stelle: Kennt jemand zufällig OMD? Mal „The Maid of Orleans gehört“? Nein? Dann hier. Die eben genannten scheinen große Fans dieser Band zu sein. kostja.

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myspace

magiska (new nice blog)

Jaaaa! Animal Collective! neues Video und netter Remix!

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Animal Collective sound- und tonschnipseln diesen Herbst wieder fleißig rum. In der letzten Woche erschien das neues Musikvideo zum Opener „In the Flowers“ des neuesten Albums Merriweather Post Pavillion. Der Clip ist ebenso vielschichtig wie die Musik: im Vordergrund wechseln sich gezeichnete Figuren mit Ausdruckstänzern ab, während es im Hintergrund munter flackert und flirrt. Irgendwann kippt dann noch ein Glas Farbe über den Bildschirm et voilà.

Ebenso großartig ist der Remix des Phoenix-Songs Love like a Sunset gelungen. In gewohnter Manier steckten die  New Yorker das Original in den hauseigenen Häcksler, streuten die Soundschnipsel anschließend über einen puckernden Elektrobeat und ließen ihm so nicht mehr, als seine Atmosphäre. Das Resultat gibt es kostenlos hier.

Anfang Dezember bringt das Kollektiv dann noch seine neue EP „Fall be kind“ raus. Soweit erstmal, kostja.

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Label

Myspace

Toro y Moi – Blessa 7″(Carpark November 2009)

Toro y Moi - Blessa 7"

Tracklist:

1. Blessa

2. 109

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Na wer hat denn da mal wieder seinen Kopf zu lang unter Wasser gehalten? Das amerikanische Label Carpark signte in diesem Jahr Chaz Bundick, der mit seinem Projekt Toro y Moi nun in den Startlöchern steht. Seine erste Single auf dem neuen Label trägt den Namen Blessa und gibt schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das 2010 kommende Album. Die beiden Songs gehen zum einen in Richtung ambienter Synthiepop à la Washed Out(„Blessa“), deren „Feel it All Around“ Bundick bereits remixte.  Zum anderen sind bei „109“ die hochtönenden reverbüberladenen Gitarrenklänge zu vernehmen, die auch das neue Album von Desolation Wilderness durchziehen. Bundick ist mit seiner EP also vollkommen en Vogue, bleibt zu hoffen, dass sich das bis zum nächsten Jahr nicht ändert. kostja.

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myspace

carpark

blog

kostenloser download(Causers of This/Sad Sams)

Tickley Feather – Hors d’Oeuvre(Paw Tracks Oktober 2009)

Tickley Feather - Hors d'Oeuvre

Tracklist:

01. Muscles

02. Sure Relaxing

03. Don’t Call, Marylin

04. Buzzy

05. Trashy Boys

06. Not a Drum

07. Roses of Romance

08. Fly Like an Eagle

09. Club Rhythm 96 and Cell Phone

10. Tickley Plays Guitar

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Hier kommt die Frau, die Liedideen auslatscht bis auch die letzten Nerven nur noch ein Fetzen an ihrer Sohle sind. Annie Sachs macht sich nicht viel aus Songstrukturen. Ein Beat, zwei Akkorde und eine Gesangsmelodie müssen reichen, gerne auch mal fünf Minuten – Minimalismus ick hör dir trapsen. Da ihre intensive Stimme und die vielen Tonnen Reverb aber für genug Ablenkung sorgen, fällt das so schnell gar nicht auf. Und hat sie dann doch mal genug von derselben Leier, lässt sie die Synthies noch ein bisschen weiterlaufen, während sie  frech kichernd bereits das nächste Pattern im Anschlag hat. Oll sind die Lieder von Tickley Feathers zweitem Album Hors d’Oeuvre nach dem ersten Durchlauf trotzdem nicht. Vielmehr zieht einen die Atmosphäre der in Eigenregie aufgenommenen Stücke mit jedem mal mehr in ihren Bann. Sachs ist übrigens Teil der Clique rund um Animal Collective, was so einiges erklärt. kostja.

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Label

Atlas Sound – Logos(Kranky Records, Oktober 2009)

Atlas Sound - Logos

Tracklist:

1.The Light That Failed

2.An Orchid

3.Walkabout

4.Criminals

5.Attic Lights

6.Shelia

7.My Halo

8.Kid Klimax

9.Washington School

10.Logos

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Die neue von Bradford Cox ist da. Und sie klingt verdammt danach, als hätte Cox die Masterbänder einmal komplett von der Spule geleiert, sie anschließend in ein abgewracktes Kassettendeck gestopft und dieses dann in der Badewanne versenkt. Logos ist zusammengetackert, mit viel Spucke gemacht – kurz gesagt – ein fragiles Patchwork, das einzig und allein durch die Melodien des spindeldürren Sängers zusammen gehalten wird. Da Noah Lennox, auch bekannt als Panda Bear, nicht fehlen darf, wenn irgendwo Krach gemacht wird, steuerte er für Walkabout Stimme und Melodie bei, die dem Lied eine äußerst poppige Note verleihen.

Sicher ist, dass Cox dank seiner neuen Albe im selben Boot mit Lennox und Fred Thomas hockt, das gemütlch seine Runden auf dem weiten Ozean dreht.  So ist Atlas Sound nicht irgendein Nebenprojekt (Cox ist hauptberuflich Sänger der Band Deerhunter), sondern eines der ambitioniertesten Ambient-Projekte der vergangenen Jahre. kostja.

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Try!(Fleetwood-Mac-Cover)

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