Archiv der Kategorie: Anti Folk

Erstes Album der Bundles Anfang 2010

Photo by Sarah Cass (www.sarahcass.com)

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Supergroups waren in diesem Jahr eine ganz große Sache. Die Monsters of Folk, ein Zusammenschluß aus den Folkgrößen Conor Oberst, M.Ward, Mike Mogis und Jim James, als auch The Dead Weather mit Alison Mosshart und Jack White brachten ihre ersten Platten heraus und machten aus ihrem Potenzial, ähnlich wie Real Madrid, relativ wenig.

Im lauschigen Olympia spielte derweil eine weitere und weitaus vielversprechendere Allstars-Band ihr Debütalbum ein: The Bundles. Jeffrey Lewis und Kimya Dawson riefen das Projekt in ihrer gemeinsamen Zeit in New York ins Leben und holten im Laufe der vergangenen Jahre Lewis Bruder Jack, Anders Griffen und zuletzt Karl Blau mit ins Boot. Erscheinungdatum des auf K-Records erscheinenden und selbstbetitelten Albums ist laut Pitchfork der 9. März 2010.

Leider kursieren im Internet derzeit nur verwackelte Videos auf Youtube, eine Künstlerbiografie und eine Setlist, weshalb die Musik der Band wahrscheinlich erst im März genauer unter die Lupe genommen werden kann. Die Gruppen-Konstellation verspricht aber schonmal sehr viel! kostja.

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Jeffrey Lewis and the Junkyard – Em Are I (Rough Trade Records)

Jeffrey Lewis and the Junkyard - Em Are I

Jeffrey Lewis and the Junkyard - Em Are I

In Zeiten der heimeligen Lagerfeuerklänge freut man sich, wenn es noch Jemanden gibt, der anstatt sanft und fröhlich mitzuklimpern, aufspringt und laut Anti! schreit. Jeffrey Lewis tut dies in äußerster Emphase und tanzt gleich noch eine Runde ums Feuer. Mit voll aufgedrehtem Amp und hohem Tempo eröffnet der New Yorker sein Album Em Are I, um sich eine Nummer später wieder hinzusetzen, die entstandene Verwirrung auszunutzen und ein Sing-A-Long nach dem anderen zu zünden.

In bester Anti-Folk-Qualität glänzen die einzelnen Lieder, die von Akkustik-Gitarren, Schellenringen und Lewis hübschen Gesangsmelodien getragen werden. Die Texte sind philosophisch bis witzig und fügen sich nahtlos in den Sing-Along-Charakter der Musik ein.

Auf der Platte des New Yorkers lassen sich die Einflüsse von Kimya Dawson und Adam Green genauso wiederfinden, wie der typische Lo-Fi-Sound der K-Recs-Produktionen. Da verwundert es schon, dass er bei Rough-Trade und nicht bei den Kollegen aus Olympia unter Vertrag ist.

Das von Jeffrey Lewis gestaltete Cover-Artwork rundet die Sache optisch wunderbar ab. So lässt sich die Platte problemlos zwischen Kimya Dawson und Karl Blau ins Plattenregal sortieren. kostja

Tracklist:

1. Slogans

2. Roll Bus Roll

3. If Life Exists?

4. Broken Broken Broken Heart

5. Whistle Past The Graveyard

6. To Be Objectified

7. The Upside-Down Cross

8. Bugs & Flowers

9. Good Old Pig, Gone To Avalon

10. It’s Not Impossible

11. Mini-Theme: Moocher From The Future

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