Archiv der Kategorie: country

The Deep Dark Woods – Winter Hours (Black Hen Music 2009)

Deep Dark Woods - Winter Hours

Deep Dark Woods - Winter Hours

Tracklist:

1. Farewell

2. Nancy

3. Now Can I Try?

4. All The Money I Had Is Gone

5. Polly

6. The Birds On The Bridge

7. Two Time Loser

8. As I Roved Out

9. The Gallows

10. When Firts Into This Country

11. The Winter Hours

12. The Sun Never Shines

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Mit einer wunderbaren Melange aus Indie und Alt-Country bzw. Americana beglücken uns dieses Jahr The Deep Dark Woods auf ihrem neuen Album Winter Hours.

Was hier zuhören ist, beschreibt die Presse-Info schon sehr gut: An album full of raw emotion, sadness, beautiful vocals and harmonies, new sounds, and well thought out arrangements. Während die Emotion und die Melancholie aber wohl bei vielen Releases diesen Jahres bereits zum Zuge kam, schlägt auf Winter Hours nun die große Stunde der Harmonien. Durch eine wundervolle Stimme, mit hohem Wiedererkennungswert und durch zum heulen schöne Melodien, brennen sich die Songs sofort ein  und lassen typischen Indie-Hörer durch ihren Popappeal zunächst zurückschrecken, nur um dann um so harmonischer zu werden, wenn man sich darauf eingelassen hat. [Die beiden Youtube Songs weiter unten werden dies, in meinen Augen unmissverständlich, klar machen. Also ruhig 2x hören]

Was kann man noch sagen? Achja, die Texte drehen sich mal wieder um das Übliche und die Band kommt aus Kanada. Also darf ich jetzt endlich einmal den Begriff Canadiana bemühen. So das wäre geschafft!

Kurz: Ein wunderschönes Indie-Country-Americana Album, mit grandiosen Melodien und Harmonien. Das ganze vorgetragen mit einer Stimme, für die Mancheiner seine Großmutter von der Hillbilly-Ranch werfen würde.

Two Time Loser ( Studio live take)

All The Money I Had is Gone (Der vllt. schönste Song auf Winter Hours)

Links:

last.fm

Myspace

Label (Black Hen Music)

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NEWS: Autumn Ferment Records gibt Fort King Release bekannt!

Tracklist:

01. Osceola

02. House Finge

03. Antique Dreams

04. Tanabata

05. Hangin‘ On

06. Ricky’s Lament

07. To The Moon

08. Noda*Rama

09. Black Palms

(Reihenfolge ohne Gewähr)

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Nachdem mir Ryan Fuller ja schon zugesichert hatte, dass sein Langspieler noch im April erscheinen wird, gibt es jetz auch von Label-Seite eine offizielle Ankündigung und einen festen Termin. Der 24. April ist für die Veröffentlichung von Naked Shadows festgesetzt!

Neben den Liedern des Demos Balsamic Moon sind auch neue Stücke vertreten. Die Beschreibung auf der Labelpage macht auf alle Fälle schon mal neugierig: Traditioneller Folk/Country mit Psych Folk-Einlagen und Neil Young Anleihen. Ich bin zudem gespannt, ob die Demo-Songs noch einmal neu eingespielt wurden (was ich hoffe) oder ob die frühen Versionen benutzt wurden (die ja auch schon sehr gut waren).

Jetzt muss nur noch die Wartezeit schnellstmöglich vergehen!

~orangeonions

Links:

Label Page von Fort King

Last FM Seite

Bonnie ‚Prince‘ Billy – Beware (Drag City 2009)

Tracklist:

01. Beware Your Only Friend

02. You Can’t Hurt Me Now

03. My Life’s Work

04. Death Final

05. Heart’s Army

06. You Don’t Love Me

07. You Are Lost

08. I Won’t Ask Again

09. I Don’t Belong To Anyone

10. There Is Something I Have To Say

11. I Am Goodbye

12. Without Work, You Have Nothing

13. Afraid Ain’t Me

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Das Urgestein der Folk-Szene bringt erneut Nachschub auf den Markt. Obwohl erst letztes Jahr im Mai ein Studioalbum (Lie Down In The Light) und im Oktober ein Live-Mitschnitt (Is It The Sea?) erschienen sind, stehen wieder 13 neue Titel bereit.

Will Oldham bleibt dabei seinen vorherigen Releases treu und präsentiert recht korpulenten, viel-instrumentierten Country Folk-Rock/Pop, der auch nicht davor zurückschreckt, hier und da starken Gebrauch von Background-Chören zu machen. Irgendwie spürt man, dass Oldham dem Soul nachhängt an diesen Stellen.

Geschwindigkeitsmäßig agiert das Album in allen Lagen: Mal eher langsam und zurückgenommen (I Won’t Ask Again), mal eher etwas schneller unterwegs (I Am Goodbye), aber immer um einen guten Mittelpunkt getragener Bedächtigkeit, so dass nie das Gefühl von Hektik aufkommt. Bonnie ‚Prince‘ Billy bleibt ganz gechillt die Scheibe über.

Wer nach traditionellen Folk sucht und eventuell davon ausgeht, dass Oldham so klingt, wie er einmal zu Palace-Zeiten geklungen hat, der wird enttäuscht werden. Die Arrangements sprengen den Rahmen fast in jedem Lied, alles klingt ausgedehnter und geladen.

Schön ist in diesem Zusammenhang, dass niemals das Gefühl der Langeweile aufkommt, wenn man etwa den Country-Einflüssen lauscht, die sich fast überall finden lassen, oder wenn man einfach in den schönen Texten ein wenig schwelgt und sich darin verliert – oder wenn man sich wundert, wie der Prince es schafft, bei all dieser Opulenz immer noch so folkig und echt zu klingen. Eben ein echter Oldham.

Zum Schluss sei es jedoch nocheinmal erwähnt: wer mit den falschen Erwartungen an Beware herangeht, kann schnell enttäuscht werden. Oldham bietet (fast) keinen schnörkellosen, kargen Folk (eine Ausnahme könnte There Is Something I Have To Say darstellen), bei ihm regieren ausfüllende Kompositionen aus Streichern, Bläsern, Chören, Schlagzeug und Gitarren. Perlen angefolkten Pops/Rocks im Mid-Tempo-Bereich, die nie in den Kitsch abrutschen (kleine Ausnahmen: Without Work, You Have Nothing und Afraid Ain’t Me (klingt wie eine Mischung aus City, späten Thievery Corporation und Sufjan Stevens)). Alles in Allem aber ein sehr schmackhaftes  musikalisches Mahl, dass gekonnt präsentiert und serviert wurde.

~orangeonions

Bonnie ‚Prince‘ Billy – I Am Goodbye (geniales Video):

Links:

Offizielle Homepage

Last FM Seite

Myspace Seite

Wiki Seite