Archiv der Kategorie: hiphop

Gute Livemitschnitte@grrrnd zero!

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Auf den Bühnen des Grrrnd Zero in Lyon sind immer wieder großartige Künstler zu sehen. Animal Collective spielten dort mehrere Konzerte, von denen eines sogar kostenlos war. Auch Xiu Xiu, Deerhoof, Liars, The Robocop Kraus und Why? gaben sich in den vergangenen Jahren die Klinke in die Hand. Zuletzt besuchten Camera Obscura das Grrrnd Zero Gerland, um dem Publikum mit ihren bittersüßen Liedern Tränen in die Augen zu zaubern.

flyer grrrnd zero

Die Besonderheit des Grrrnd Zero liegt darin, dass alles handgemacht ist, sei es die Bühne, das leckere Essen, die Unterkünfte für die Bands oder die Flyer. Hinter der Kasse, an der Theke oder auf der Straße finden sich zudem Leute, die den Raum unterstützen, ohne etwas dafür zu verlangen. Es geht um die Musik, den Spass an der Sache, was ja keine Verständlichkeit ist, denkt man etwa an Berlin.

Die Räume sind offen für alle, jeder soll, kann, und muss teilhaben am Projekt Grrrnd Zero, was dem Ganzen eine unglaubliche Dynamik verpasst. Und so trifft Popmusik auf Underground, ohne jeglichen Widerspruch. Neben den obengenannten Bands spielen regelmäßig kleinere Acts, die von Folk über Garage bis Hardcore alles abdecken, was das Herz begehrt.

Um die Auftritte mit noch mehr Menschen zu teilen, veröffentlichte das Kollektiv die Mitschnitte auf ihrer Internetseite und bei Vimeo. Es lohnt sich dort einmal vorbeizuschauen, da die Videos eine ausgezeichnete Qualität besitzen. Morgen feiert das Grrrnd Zero übrigens seinen fünften Geburtstag. Zu den Gratulanten zählen unter anderem Our Brother the Native von FatCat-Records. kostja.

CocoRosie – Coconuts, Plenty of Junk Food(2009)

Coconut,

Coconut - Plenty of Junk Food

Tracklist:

1. Happy Eyez

2. Coconuts

3. Milkman

4. Joseph City

5. Spirit Lake

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Bianca und Sierra Casady sind wieder in Europa unterwegs,  im Gepäck  haben sie eine neue EP. Diese wird aber nur auf den Konzerten erhältlich sein. Morgen werden die beiden Schwestern im Astra Berlin auf der Bühne stehen.

CocoRosie machen auf Plenty of Junk Food da weiter, wo sie 2007 auf The Adventures of Ghosthorse and Stillborn aufhörten: Zwischen HipHop und dem FreakFolk des ersten Albums. Nur fehlt der EP der Wille zum Weiter. Die traurigen Klavierakkorde, der schrille Duettgesang, die dumpf wummernden HipHop-Beats verkommen zu einem Déjà Vu, welchem die Atmosphäre fehlt. Exemplarisch dafür ist das Stück Spirit Lake, das  Rainbow Warriors sehr ähnelt, aber nicht die eingängige Melodie und die zwingenden Momente besitzt. Über diesen mittelmäßigen Eindruck trügen auch nicht die gelungenen Jazz-Anleihen in Milkman hinweg. Das einzige Fünkchen Pop findet sich in Coconut, dem das chique Flöten-Sample eine angenehme Tightness verleiht und zum wichtigsten Lied des Releases macht.

Bald schon wollen die Geschwister Casady ihr neues Album veröffentlichen. Hoffentlich wird der Regenbogen bis dahin wieder am Horizont erscheinen, der den beiden Künstlerinnen bisher den richtigen Weg gewiesen hat. kostja


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