Archiv der Kategorie: psychedelic

Animal Collective: Guys Eyes

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Millionyoung und Truman Peyote im Bang Bang.

millionyoung - the sunndream EP

truman peyote - light-ligthning

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try: Millionyoung!

try: Truman Peyote!

Dum Dum Girls – Catholicked(Blissed Out LP)

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Noise Pop war das heiße Ding des vergangenen Jahres. Bands wie Wavves, Vivian Girls, und Tickley Feather verbanden eingängige Melodien mit fuzzigen und hallenden Noisegitarren zu einem eigenen energiegeladenen Sound und begeisterten die Blogs. Auch die Dum Dum Girls aus Los Angeles mischten fleißig mit, deren kreativer Kopf die Bibliotekarin Dee Dee ist. Ja richtig, auch der Bassist der New Yorker Punkerband Ramones heißt so.

Mit den Ramones verbindet die Dum Dum Girls der Punk. Die Riffs des Songs Catholicked zum Beispiel bestehen aus drei Akkorden und einem flinken Beat, die in eine einfache Strophe-Refrain-Struktur gebettet sind. Das Besondere des Stücks ist der tiefenfreie Sound, der so klingt, als höre man das Lied durch nicht aufgesetzte Kopfhörer. Oder als höre man mit, wie der coole Typ gegenüber in der Berliner S-Bahn das Lied hört, aus einem Meter Entfernung also. Ganz groß das ganze, herunterladen kann man das Lied hier. kostja.


Links:

last.fm

myspace

Liars – Scissor.

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Zum Schluss kommt das dicke Ende in Form eines überdimensionierten Steins. Das Video der neuen Single Scissor der amerikanischen Krachcombo Liars lädt zu wilden Interpretationen ein. Von ruhigen Wassern umgeben, ohne das geringste Stückchen Land in Sicht, treibt Sänger Angus Andrew in seinem Schlauchboot mitten auf dem Meer. Er wirkt erschöpft und kraftlos. Als er einen Stein im Innern des Bootes bemerkt, wirft er diesen kurzerhand ins Wasser. Er dreht sich um und findet noch mehr Steine vor. Und obwohl er einen nach dem anderen aus dem Boot befördert, werden es mehr und mehr. Irgendwann droht das Boot zu kentern, doch Andrew kann sich auf ein größeres Schiff retten. Die Steine folgen ihm und hageln auf ihn ein. Bewusstlos sackt er zusammen und wacht noch rechtzeitig auf, um fassungslos dem riesigen Felsbrocken entgegen zu starren, der da gerade vom Himmel fällt.

Das unerbittliche Steinhagel und der wirkungslose Kampf Andrews gegen diese Übermacht wird dabei eindrucksvoll von der Musik untermalt. In diesen Momenten bricht ein wildes Schlagzeugstakkato los, unterstützt von einer lärmenden Gitarre und Andrews Falsette-Gesang. Den Brachialgitarren stehen in der Strophe mit melodische Chorgesänge gegenüber, die, im Zusammenspiel mit Geige und Klavier, einen gelungenen Gegenpol zu den harten Klängen des Refrains schaffen.

Dieses dynamische Zusammenspiel, das zuweilen sehr beklemmend wirkt, steht exemplarisch für die neue Albe Sisterworld, die in dieser Woche auf Mute erscheint. Im Mai ist Band aus New York in Berlin zu Gast. kostja.

Links:

myspace.

bandpage.

Tunng – neues Video und neues Album.

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Einen ersten Einblick in ihr neues Album …And then we saw Land bieten die Soundbastler von Tunng seit zwei Tagen auf Clashmusik. Die erste Single-Auskopplung „Hustle“ kommt lockerflockig daher und hat einen, für die Band eher untypisch fröhlichen Singalong-Charakter, tanzende Rasseln, muntere Gitarrenriffs und lebendige mehrstimmige Gesangsparts inklusive.

Dieser fröhliche Reigen zieht sich durch das gesamte Album. Einige Lieder kommen sogar so charmant daher, dass sie sich mit Erlend Oyes Projekt Kings of Convenience messen lassen können, ohne dabei etwas von ihrer altbekannten Abgedrehtheit einzubüßen. Schließlich wären Tunng nicht sie selbst, wenn sie auf ihre Spielereien, wie Casiosounds, Reverse Echo Effekte oder ausgiebige Instrumentalparts verzichten würden, die sie gekonnt wie immer in den einzelnen Liedern einsetzen. Mit dieser Soundtüftelei spielt die neuen Albe der Briten auf ein neues in der Liga von Múm, Seabear und  den Dirty Projectors.

Und so behalten die Briten trotz ihres fortgeschrittenen Alters ihre smarte Witzigkeit, die sie nun schon in das vierte Album überretten konnten. Die Platte erscheint übrigens am ersten März. kostja.

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myspace.

Memoryhouse – The Years EP

memoryhouse - the years EP

1. Sleep Patterns

2. Lately (Deuxième)

3. The Waves

4. To the Lighthouse

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Auf Luftschlößer und programmatische Bandnamen stehen Evan und Denise von Memoryhouse. Die vier Songs ihrer EP The Years machen klar wieso: Durch ihren reduzierten Sound werden blasse Bilder vor das innere Auge gerufen, die einer weit zurückliegenden Erinnerung gleich klar und undeutlich zugleich bleiben. Dabei verzichten die MusikerInnen stlilistisch gekonnt auf jegliche Bodenhaftung, sodass am Ende nur noch verwaschen wirkende Orgel- und Gitarrenklänge durch die Lieder säuseln, zwischen welchen Denise Stimme sanft dahinschwingt.

Die EP kann auf der bandeigenen Myspace-Seite kostenlos heruntergeladen werden. Am 2. März erscheint dann die neue EP, die auf  arcade sound ltd. erscheint und den Namen To the Lighthouse trägt, wo wir dann wieder beim Thema wären. kostja.

Links:

myspace (free download link!)

label

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High Places – On Giving Up

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Ein guter Trip, so intensiv und lang er auch sein mag, kann die Realität vielleicht kurz ausblenden, sie aber nicht endgültig verschwinden lassen. Unerbittlich holt sie einen früher oder später wieder ein und das triste Leben geht weiter. Zu dieser Einsicht scheinen auch Mary Pearson und Rob Barber von den High Places gekommen zu sein, die in ihrem Stück On Giving Up, das auf ihrer last.fm-Seite runtergeladen werden kann, ernster und erwachsener klingen denn je. Somit zeigt das Lied nicht nur, wo die beiden 2010 stehen, sondern auch in welche musikalische Richtung ihr neues Album  High Places vs. Mankind geht, das am 23. März erscheint.

Im Vergleich zu den neuen Stücken klang das erste Album des Duos aus Brooklyn noch sehr verspielt und psychedelisch. Gewaltige Effektberge türmten sich auf und entfesselten in jedem Lied ein akkustisches Farbenkarussel. Bei On Giving Up ist der Sound nun deutlich reduziert. Eine verzerrte Gitarre ersetzt Synthiesflächen, der Beat und die Stimme von Sängerin Pearson stechen deutlich hervor. Gegenüber der Spex verrieten die beiden, dass die Platte darüber hinaus ernstere Themen behandeln soll: Liebe, Sucht, das Altern und den Tod.

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Diese neue und bedrückende Nüchternheit zeichnete sich bereits bei der Single „I was born“ ab, die Ende des Jahres erschien und in dem eine in moll klagende Geige den Ton angibt. Gleichzeitig zeugt das Lied, wie auch On Giving Up, von einer bisher unbekannten Strukturiertheit und dadurch von einer gewissen „Reife“. Pearson und Barber werden eben auch älter und scheinen begriffen zu haben, dass irgendwann einmal alles mal vorbei ist. Sei es die Jugend oder ein LSD-Trip. Jetzt zählt das danach. kostja.

Links:

Try!

Myspace