Archiv der Kategorie: shoegaze

Vivian Girls – When I’m Gone

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Einen kurzen Moment noch fingert sich Sängerin Cassie Ramone von den Vivian Girls in dem Video zu When I’m Gone schüchtern an der Betty Page Frisur rum, bevor sie einen Augenblick später aus ihrer Gitarre eine Wand aus Krach rausschreddert, gegen den sie in den folgenden drei Minuten mit ihrer zarten Stimme entschlossen aber machtlos anzuschreien versucht. Ihre Kolleginnen Kickball Katy und Frankie Roseeilen eilen noch hinzu, versuchen mit ihrem rhythmischen Zusammenspiel Ring und Fundament für den dröhnenden Lärm zu bieten, doch das, was da aus Verstärker donnert ist bis zu Ende nicht zu bändigen.

Shitgaze nennt sich der Noise-Erguss der drei Girlies aus Brooklyn, der in der Tradition der lärmigen Musik von Jesus and Mary Chain, My Bloody Valentine und anderer soundgewitternden Bands aus den 80ern steht und die genretypischen höhenlastigen Noise- und Reverbeffekte mit straightem Garage Rock verbindet. Andere Bands dieses Genres, die in der letzten Zeit für Aufsehen sorgten sind die Dum Dum Girls, die Wavves und Best Coast.

Das Album zu When I’m Gone heißt Everything Goes Wrong und erschien im September letzten Jahres auf In the Red. kostja.

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Wavves!

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kostenloser download der neu(er)en Single von The Pains of Being pure at heart!

The Pains of Being Pure at Heart - Higher than the Stars

Tracklist:

1. Higher Than the Stars

2. 103

3. Falling Over

4. Twins

5. Higher Than the Stars (Saint Etienne Visits Lord Spank Mix) – CDEP version only

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Der lockerleichte Shoegaze der Indiepop-Band The Pains of Being Pure at Heart ließ Anfang des Jahres Indieherzen höher schlagen. Nun hat die Gruppe ihre neue Single Higher Than the Stars auf ihrer last.fm-Seite zum kostenlosen download bereitgestellt. Das Lied überzeugt durch seine zuckersüße Gesangsmelodie, die in blendende Synthiesounds gebettet ist und vom rasanten Tempo des Schlagzeugs vorangetrieben wird. In den übrigen Stücken der EP glänzen die New Yorker ebenfalls mit ihrer besonderen Mischung aus Shoegaze, Twee und Dream Pop.  kostja.

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City Center – City Center (May 2009)

City Center - tba.

City Center - tba.

01. Killer Whale

02. Open/House

03. Life Was A Problem

04. Gladest

05. Bleed Blood

06. Cloud Center

07. You Are A Force

08. Summer School

09. Young Diamond

10. Unfinished Hex

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Ein Gruß vom Rand des Mariannengrabens. Fred Thomas alias City Center kreierte auf seinem Erstlingswerk die Begleitmusik für eine Tauchfahrt, 20.000 Meilen unter der Meeresoberfläche. In einer druckfesten Kapsel durchreist man gemeinsam mit Steuermann Thomas die mondähnliche Landschaft, auf der sich das schwache Licht einzelner Sonnenstrahlen bricht. Ab und zu huschen sonderbare Wesen durch die Schneinweferkegel des Tauchboots. Bei Killer Whale, dem Aufmacher des Albums, sogar ein besonders großes Exemplar: Aus der endlosen Weite des Meeres  schiebt sich der gigantische Körper eines Wals, langsam und bedrohlich auf die Kapsel zu. Und durchwalzt dabei, in schweren, gleichmäßigen Bewegungen, die dunklen und allgegenwärtigen Wassermassen.

Der intensive Ersteindrucks bleibt bis zum Ende des Tauchgangs erhalten. Der Klang bildet die Kulisse, die, je weiter man hervordringt, immer endloser und tiefer zu werden scheint. Die Melodien sind der Sauerstoff, der notwendig ist, um weiter vorankommen und nicht wieder auftauchen zu müssen.

Thomas, der derzeit in Brooklyn lebt und vorher bei Saturday looks good to Me spielte, gesellt sich mit seinem Projekt City Center musikalisch zu den Tiefseeforschern von High Places, Delay Trees, Jamie Long und Beach House. Am 26. Mai erscheint das Album in Amerika. Fraglich, ob es das großartige Werk über den weiten Ozean schafft, in dessen Schoß es geboren worden ist. kostja

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Tweehouse!

Erster Auftritt: 21Uhr

Eintritt: 3 Euro

Ort: Neben dem Sbahnhof Rummelsburg!

Musik: www.myspace.com/tweehouse

Jamie Long – The Never Years EP(PlastiqMusiq)

Jamie Long - The Never Years EP

Jamie Long - The Never Years EP

Tracklist:

01 Pool House

02 Monaco

03 The Woods

04 Distance

05 See What Happens

06 Years

07 Years (Remix By The Sound Of Arrows)

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Ein Kopfsprung vom Beckenrand und schon ist man drin, in der Welt von Jamie Long. Hier ist die Oberfläche fern, verschwimmen der Himmel und das Becken. Es gibt kein vor, kein zurück, kein oben und kein unten. In diesem Nichts aus Licht und Wasser schwebt der Amerikaner und singt seine Lieder, die genauso schwerelos sind, wie ein Tauchgang im Swimmingpool. Der Klang seines Debüts The Never Years, das im April auf PlastiqMusiq erschien, ist dichter als das blaue Element, das ihn inspiriert hat: Über den verträumten Synthies, den sanften Elektrorhythmen und Longs gehauchtem Gesang fliegt die Effektgitarre wie eine Möwe.  Mit seiner EP begibt sich Long in die Tiefen von anderen Dream-Pop-Größen wie Beach House und High Places, die es ebenfalls eindrucksvoll geschafft haben, das Ambiente des Idylls aus himmelblauen Kacheln musikalisch einzufangen. The Never Years zaubert mit seinen wabernden Liedern nicht nur den Geruch von Chlor in die Nase, sondern auch eine satte Portion Lebensfreude in den Bauch. kostja

Links:

Hörprobe!

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The Deprecation Guild – In her Gentle Jaws (self released 2007)

In Her Gentle Jaws

In Her Gentle Jaws

Shoegaze und 8bit?

Klingt scheiße, hört sich aber gut an!

Was The Deprecation Guild da mit In Her Gentle Jaws abgeliefert haben ist ein Hybrid der ganz besonderen Sorte. Man ist ja mittlerweile einiges gewohnt, die Killers versuchten mit ihrem neuen Album und einer Mischung aus Bombast-Rock und Trance die Charts zustürmen und produzierten glatten Müll, der zwar in den Charts Erfolge feierte, aber wohl jeden bewussten Hörer die ganze Scheiße nach den ersten Tackten aus dem Fenster werfen ließ. Was solls, sollen halt die Indie-diskos mit dem Schrott ihr Publikum verwöhnen.

Für alle anderen, die nach dem Crystle Castle Krach nach etwas melodischerem suchen gibts ja In Her Gentle Jaws,

das es ganz neben bei noch kostenfrei gibt. [Hier] (unter album)

Es ist das erste Mal seit langem das eine Symbiose aus Electronic und Indie-Rock wirklich gelungen ist. Und ganz neben bei bedienen sich The Deprecation Guild auch noch bei zwei extremen wie Shoegaze und 8bit, nur um knisternde Chiptune Teppiche über  wunderschöne Dream-pop Melodien zu verlegen.

Die Beats stampfen, mal gleichförmig, mal vollkommen unkoordiniert. Die Melodien sind mal zuckersüß, mal ist es schwer sie überhaubt aus dem Klangteppich herraustzuhören. Die Stimme ist durchgehend seicht einschmeichelnd und die Atmosphäre bekommt 8 Punkte auf der Dream-Pop/Shoegaze Skala!

Dazu möchte man tanzen    …   und auf die Schuhe starren!

Nautilus:

Digital Solace:

MP3:

In Her Gentle Jaws

(Alle Songs zum einzelnen Anhören auch dort)

Links:

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